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Archive for März 2011

 

Nicht weit vom prominentesten Wochenmarkt Hamburgs, den Isemarkt, befindet sich das zweite Wohnzimmer der Eppendorfer das Petit Café (Google Maps). Das Café ist hauptsächlich berühmt für seinen hausgemachten Streuselkuchen und sein Frühstück mit feinen Kaffeespezialitäten. Hier wird sogar noch ein Kännchen Kaffee auf den gebügelten Tischdecken serviert. Die Einrichtung erinnert an Omas gute alte Kaffeestube. Das Besondere sind die kleinen Dinge, die einem erst nach mehrmaligem Hingucken auffallen, sowie die frischen Blumensträuße, das buntgemischte Geschirr oder die großen Zuckerdosen aus Porzellan.

Wir statteten an einem Sonntagmorgen dem Petit Café einen Besuch ab. Schon beim Eintreten strömte uns zuerst der betörende Duft von frisch gebackenem Streuselkuchen entgegen. Sehr aufmerksam wurden wir von einem jungen Ober in Empfang genommen und geschickt an unseren reservierten Tisch manövriert. Von unserem Tisch aus hatten wir einen direkten Einblick in die offene Küche und konnten somit dem Koch beziehungsweise dem talentierten Patissier bei seinem Handwerk über die Schulter schauen. Seit 7 Uhr morgens backte er am laufenden Band den berühmt berüchtigten Streuselkuchen.

Zur Auswahl stand uns zum einen ein Frühstück mit einem Getränk für 9,00 Euro (mit gekochtem Ei für 9,50 Euro), zum anderen ein Croissant mit Konfitüre und Butter für 2,50 Euro oder einfach belegte Brötchen. Und auf Wunsch gibt es die aktuelle Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung während des Aufent-haltes noch dazu. Eine Tischkarte gibt es nicht, dafür haben die aufgeweckten Herren die Karte im Kopf und im Eingangsbereich hängt zusätzlich die aktuelle Karte aus. Wir entschieden uns alle für ein Frühstück mit Aufschnitt und Brötchen. Auf unserer Aufschnittsplatte für 5 Personen befand sich Schinken und Mettwurst mit grünen Salat und die Käseplatte war mit Frischkäse und frischen Orangen garniert. Die 5 Weizenbrötchen und die 5 dunklen Brötchen mit Kernen waren schön warm und kross, dazu wurde uns Butter mit einem Pott Himbeermarmelade gereicht. Obendrein gönnten sich einige von uns noch ein schönes Glas Orangensaft für 3,40 Euro. Das Frühstück war zwar einfach, aber vollkommen ausreichend und von besonderer Qualität. Einige von uns konnten nicht widerstehen und bestellten sich noch ein Stück Streuselkuchen für 2,50 Euro mit schwarzen Johannisbeeren und ein Stück mit Äpfeln. Die beiden Stücke kamen direkt vom warmen Kuchenblech und waren wirklich großzügig portioniert. Beide waren einfach grandios, deliziös, köstlich…

Und wer auch zuhause nicht mehr auf Omas Konditorenhandwerk verzichten möchte, kann den hausgemachten Streuselkuchen sogar mit nach Hause nehmen. Besonders an dem Petit Café ist auch die Art der Bezahlung. Der Gast bekommt von dem galanten Ober die Rechnung und geht dann zum Bezahlen an den Tresen zu einer eleganten Dame mit einem gewissen hanseatischen Understatement.

Das Petit Café ist für uns ein Ort, wohin man Freunde oder die liebenswerte Verwandtschaft am Besten zu Kaffee und Streuselkuchen ausführt, so dass man auch der Familie mal etwas richtig Schönes bieten kann. Aber, Obacht: Das kleine Petit Café gilt nicht nur unter den Eppendorfern als Geheimtipp!

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