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Archive for the ‘Café’ Category

Direkt am Hamburger Hafen, zwischen Landungsbrücken und Michel liegt das Portugiesenviertel. Hier hat sich in den letzten Jahren eine mediterrane Gastromie etabliert. Viele kleine portugiesche, spanische und auch italienische Restaurants reihen sich dicht aneinander. Und wer im Urlaub in Portugal den Galão (Espresso mit warmer Milch) kennen und lieben gelernt hat und diesen in Hamburg auch nicht mehr missen möchte, kann ihn weiterhin im Café Sul genießen. Dieses einfache, aber sehr authentische Café steht für portugiesische Spezialitäten und bietet vom Galão mit Pastéis de Nata (Mini-Puddingtörtchen)bis hin zu Tapas und Tortilla alles was das Herz der portugiesch-en Hausmannskost begehrt. Die kleinen Delikatessen und den Galão To Go kann man auch zum Mitnehmen an der Theke kaufen.

Wir haben uns bereits in den frühen Morgenstunden zum Frühstück im Café Sul getroffen. Zur Auswahl standen uns diverse Frühstücks-Menüs und belegte Brötchen, Baguettes, portugiesche Croissants oder auch Bagels.

Unsere Wahl fiel auf zwei unterschiedliche Menüs:

Menü 2 für 3,00 Euro: 1 Brötchen, 1 Croissant, Butter, Honig und Marmelade

Menü 9 für 5,90 Euro: 1 Brötchen, 1 Vollkornbrötchen, 1 Croissant, Butter, Marmelade, Käse, gekochten Schinken, Chorizo, Salami, 2 Rühreier mit Speck

Aufgepimpt haben wir unser Frühstück mit einem kleinem Galão für 1,90 Euro und einem Glas Prosecco für 3,00 Euro. Die weichen Brötchen schmeckten gut und die portugieschen Croissants, welche mit sehr wenig Butter gebacken werden, waren echt riesig. Der Aufschnitt wie der gekochte Schinken oder Käse schmeckten ein wenig fad. Dagegen hatte der Galão genau unseren Geschmack getroffen. Und während unseres Aufenthalts waren wir immer von den sehr aufmerksamen Damen vom Service umgeben. Die kulinarische Entdeckung sind jedoch die hausgemachten Pastéis de Nata, welche wir uns noch für den Heimweg mitgenommen haben. Diese kleinen Mini-Puddingtörtchen waren sehr cremig, weich und leicht und schnell weg. Deswegen gibt es auch keine Fotos!

Der Inhaber des Café Sul José Sequeira ist nach Angaben der Hamburger Morgenpost vom 12.06.08 der größte Pastéis de Nata-Produzent in Hamburg. Allein in Hamburg beliefert  er rund 30 Cafés, bundesweit sind es noch einmal so viele. Sein Ziel ist es genauso gute Pastéis de Natas zu backen wie in der berühmten Pasteis de Belém in Lissabon. Außerdem führt er gemeinsam mit seinen Söhnen den Großhandel Sul Portugal für südländische Waren in Wilhelmsburg. Mit den Jahren kamen  noch das portugiesche Restaurant D.José , die Pizzeria Cia Ana und das Café Coffe&Cakes im Portugiesen-viertel hinzu und 1999 eröffnete José Sequeira das Café Sul.  

Von all den vielseitigen gastronomischen Betrieben und dem stressigen Alltag hinter den Kulissen ist in dem Café Sul (Google Maps) nichts merken. Im Gegenteil die Atmosphäre ist entspannt und bei gutem Wetter sitzt man vor der Fensterfront auf dem Bürgersteig und kann das rege Treiben des Viertels beobachten. Das ist schon ein einmaliges portugiesches Flair in Hamburg, welchem man in der Tat nicht widerstehen kann.

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Die Amphore (Google Maps) liegt gegenüber von Blohm+Voss beziehungsweise oberhalb der River-Kasematten an der St. Pauli Hafenstraße. Draußen bietet das Café eine grandiose Aussicht in den Hamburger Hafen, auf der einen Seite bis zur Elbphilharmonie und auf der anderen Seite bis nach Finkenwerder. Und wenn in Hamburg die Sonne scheint, und das tat sie an diesem Tag, kann man woanders kaum besser sein Frühstück genießen.  

Tagsüber wird das Frühstück von montags bis sonntags von 10 bis 15 Uhr angeboten, sogar die Weißwürste mit Brezeln und süßem Senf werden serviert. Auch das französische Frühstück mit einem Croissant für 6,10 Euro oder ein Käsefrühstück für 8,10 Euro fehlen nicht auf der Karte. Es ist aber auch möglich ein ganz individuelles Frühstück mit belegten Paninis, Müslis, Ciabatta-Brötchen, Croissants und Brezeln nebst Kaffee oder Tee zusammen zustellen.

Unser Favorit ist das italienische Frühstück für 7,80 Euro. Dieses Frühstück bietet zwei Ciabatta-Brötchen, Taleggio, Mortadella, Parmaschinken, Melone und Tomaten mit Mozzarella. Der Caffe-Latte für 2,80 Euro und der Prosecco für 4,00 Euro sind leider nicht im Preis enthalten. Das Frühstück ist zweifelsohne seinen Preis wert, es war einfach delikat und geschmackvoll angerichtet. Insbesondere die Ciabatta-Brötchen, die Oliven, die Tomaten und der Mozzarella mit dem frischen Basilikum haben uns überzeugt.

Zur Bedienung können wir nur sagen, dass der junge Mann sehr professionell war. Zuvorkommend, geduldig, auskunftsfreudig und stets flink unterwegs. Selbst unseren Extra-Wunsch nach ein paar Eiswürfeln für unseren Prosecco erfüllte er uns zackig mit einem charmanten Lächeln und ohne Aufpreis!

Hier kann man den ganzen Tag „Schiffe gucken“. Und mit jedem riesigen Container- und Kreuzfahrtschiff, welches an einem vorbei gleitet, können die Gedanken ganz entspannt auf Reisen gehen. In der Amphore sogar bis spät in die Nacht mit einem schönen Astra in der Hand.

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Nicht weit vom prominentesten Wochenmarkt Hamburgs, den Isemarkt, befindet sich das zweite Wohnzimmer der Eppendorfer das Petit Café (Google Maps). Das Café ist hauptsächlich berühmt für seinen hausgemachten Streuselkuchen und sein Frühstück mit feinen Kaffeespezialitäten. Hier wird sogar noch ein Kännchen Kaffee auf den gebügelten Tischdecken serviert. Die Einrichtung erinnert an Omas gute alte Kaffeestube. Das Besondere sind die kleinen Dinge, die einem erst nach mehrmaligem Hingucken auffallen, sowie die frischen Blumensträuße, das buntgemischte Geschirr oder die großen Zuckerdosen aus Porzellan.

Wir statteten an einem Sonntagmorgen dem Petit Café einen Besuch ab. Schon beim Eintreten strömte uns zuerst der betörende Duft von frisch gebackenem Streuselkuchen entgegen. Sehr aufmerksam wurden wir von einem jungen Ober in Empfang genommen und geschickt an unseren reservierten Tisch manövriert. Von unserem Tisch aus hatten wir einen direkten Einblick in die offene Küche und konnten somit dem Koch beziehungsweise dem talentierten Patissier bei seinem Handwerk über die Schulter schauen. Seit 7 Uhr morgens backte er am laufenden Band den berühmt berüchtigten Streuselkuchen.

Zur Auswahl stand uns zum einen ein Frühstück mit einem Getränk für 9,00 Euro (mit gekochtem Ei für 9,50 Euro), zum anderen ein Croissant mit Konfitüre und Butter für 2,50 Euro oder einfach belegte Brötchen. Und auf Wunsch gibt es die aktuelle Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung während des Aufent-haltes noch dazu. Eine Tischkarte gibt es nicht, dafür haben die aufgeweckten Herren die Karte im Kopf und im Eingangsbereich hängt zusätzlich die aktuelle Karte aus. Wir entschieden uns alle für ein Frühstück mit Aufschnitt und Brötchen. Auf unserer Aufschnittsplatte für 5 Personen befand sich Schinken und Mettwurst mit grünen Salat und die Käseplatte war mit Frischkäse und frischen Orangen garniert. Die 5 Weizenbrötchen und die 5 dunklen Brötchen mit Kernen waren schön warm und kross, dazu wurde uns Butter mit einem Pott Himbeermarmelade gereicht. Obendrein gönnten sich einige von uns noch ein schönes Glas Orangensaft für 3,40 Euro. Das Frühstück war zwar einfach, aber vollkommen ausreichend und von besonderer Qualität. Einige von uns konnten nicht widerstehen und bestellten sich noch ein Stück Streuselkuchen für 2,50 Euro mit schwarzen Johannisbeeren und ein Stück mit Äpfeln. Die beiden Stücke kamen direkt vom warmen Kuchenblech und waren wirklich großzügig portioniert. Beide waren einfach grandios, deliziös, köstlich…

Und wer auch zuhause nicht mehr auf Omas Konditorenhandwerk verzichten möchte, kann den hausgemachten Streuselkuchen sogar mit nach Hause nehmen. Besonders an dem Petit Café ist auch die Art der Bezahlung. Der Gast bekommt von dem galanten Ober die Rechnung und geht dann zum Bezahlen an den Tresen zu einer eleganten Dame mit einem gewissen hanseatischen Understatement.

Das Petit Café ist für uns ein Ort, wohin man Freunde oder die liebenswerte Verwandtschaft am Besten zu Kaffee und Streuselkuchen ausführt, so dass man auch der Familie mal etwas richtig Schönes bieten kann. Aber, Obacht: Das kleine Petit Café gilt nicht nur unter den Eppendorfern als Geheimtipp!

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Das klassische Kaffeehaus ist mehr als nur ein Café. Ob in Berlin, Paris oder Wien – die Kaffeehäuser waren und sind philosophische und politische Gedankenschmieden, in denen viele Intellektuelle, Künstler und Politiker mit Hilfe des Kaffees zu historischer Größe fanden. Eine kleine und feine Dependance der Kaffeehauskultur aus Österreich -das Klein & Kaiserlich Kaffeehaus – hat sich nun auch in der Hamburger HafenCity niedergelassen. Die Räumlichkeiten mit 18 Plätzen im Eingangsbereich und 12 Plätzen in der ersten Etage sind eher klein. Aber wer hier Platz nimmt, fühlt sich wie der Kaiser Franz und die Sissi, so elegant präsentiert sich das Ambiente. Und natürlich bestellt man sich hier keinen Latte Machiato, sondern eine der vielen öster-reichischen Kaffeespezialitäten, wie einen „Kleinen Schwarzen” (Espresso), den “Großen Braunen”(Doppelter Espresso mit Sahne) oder einen “Kaffee verkehrt”(Milchkaffee). Selbstverständlich wird hier der Kaffee immer mit einem Glas Wasser serviert. Hervorragend ist auch die Auswahl an Torten und Kuchen, die vornehm auf weißem Porzellan kredenzt werden. Sogar die typischen Mehlspeisen offeriert die Karte: Zwetschgen-,  Germ-, und Marillenknödel und selbst der Apfel- und Topfenstrudel mit Schlagobers fehlen nicht.

Nicht nur mit Kaffee und Kuchen speist man in dem prächtigen Kaffeehaus royal. Man kann hier auch gepflegt ein Glasl Schlumberger Brut zu sich nehmen. Oder die typischen Weine aus Österreich wie den Grünen Veltiner, den Blaufränkischen oder den Zweigelt ausprobieren. Selbstredend steht auch ein Glasel Stiegl Bier und ein Obstler zur Verfügung um den Abend gebührend ausklingen lassen. Dazu kann sich der Gast „warme Schmankerl“ schmecken lassen, wie beispielsweise ein Paar Weißwürstl mit süßem Senf und Brezel, zwei Faschierte Laieberl oder eine gebackene Ofenkartoffel mit Topfen-creme und Salat. 

Wir hatten die Ehre an einem verregneten Mittwochnachmittag zu Gast im Klein und Kaiserlich zu sein. Erstaunlicher Weise hielt sich der Besucheransturm in Grenzen. Jedenfalls haben wir uns davon nicht beirren lassen und haben uns eine Melange (Espresso mit Milch) für 2,90 Euro mit einem schön großen Stück Torte für 3,80 Euro gegönnt und wir waren sehr zufrieden mit unserer Wahl. Charmant servierte uns die Frau Ober unseren Kaffee. Von ihr haben wir erfahren, dass das Kaffeehaus seit November 2010 von Dienstag bis Sonnabend nun auch bis 21 Uhr geöffnet hat. Somit können wir bei unserem nächsten Besuch im Kaffeehaus Klein & Kaiserlich uns schön Zeit lassen und den Tag mit dem Frühstück „Mozart“ ganz entspannt beginnen.

Im Klein & Kaiserlich Kaffeehaus (Google Maps) kann jeder nach seiner Façon selig werden und wenn es einen Ort in Hamburg gibt, an dem sich die Kaffeekultur aus Österreich offenbart, dann hier: Das Interieur, welches bis in das kleinste Detail durchdacht ist, die typische Kaffeehausmusik, sowie die Frau Ober, die den Gast je nach seiner Façon wie einen König oder Kaiser hofiert.

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Wer auf der Suche nach dem Außergewöhnlichen ist kommt beim Lüneburger Dreiteiler nicht vorbei. Das Dreiteiler verbindet spielerisch Mode, Gastronomie und Kunsthandel zu einem stimmigen Ganzen. Die Inhaberinnen Christina Löwer und Imke Liffler-Wirtz bieten mit ihrem weißen Café im Obergeschoss, dem idyllischem Innenhof und dem kleinem Modemekka im Erdgeschoss neben Mode, Accessoires und Gemälden einen idealen Treffpunkt für Familien und Freunde, um Neuigkeiten und Ideen auszutauschen.

Abseits der Mainstream-Mode der Innenstädte ist das Dreiteiler eine bemerkenswerte Alternative zu den Shopping-Ketten. Die Einzigartigkeit und die Materialen aus organischer Beschaffenheit stehen hier im Mittelpunkt. Das weiße Café im Obergeschoss serviert Kaffee- und Teespezialitäten mit Kuchen in Bio-Qualität. Als Galerie fördert und verkauft das Dreiteiler u.a. moderne Kunstgemälde, welche im ganzen Laden an den Wänden hängen. Wir haben auf einen Cappuccino vorbeigeschaut und bekamen zusätzlich ein Glas Wasser mit leckeren selbstgebackenen Keksen in Herzform geschenkt.

Der Laden ist genau das, was man sich unter einem inspirierenden Café mit Boutique und Galerie vorstellt. Im Dreiteiler (Google Maps) treffen sich vorrangig Familien, Pädagogen und Lebenskünstler jeder Couleur, welche äußerst liebenswürdig und zuvorkommend empfangen und behandelt werden.

Geöffnet hat das Dreiteiler von Montag bis Samstag von 9 bis 18 Uhr.
 
Dreiteiler – Boutique, Café & Lieblingsstücke
Untere Schrangenstr. 2
21335 Lüneburg
Tel. 041 31- 999 50 56

 

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Café Paris – 04.06.10

Im Umkreis des Hamburger Rathauses und der Börse hat sich ein herrliches Stück Frankreich etabliert und zwar ausgerechnet in den Räumen der ehemaligen Stadtschlachterei aus dem Jahr 1882. Gemeinsam mit den eleganten Bistromöbel und der im Original erhaltene Jugendstil-Decke, welche den Hamburger Handel und Wandel zeigen, wird eine einzigartige Atmosphäre geschaffen. Hier trifft der neugierige Tourist auf den wohlhabenden Finanzier. Wer das stets sehr gut besuchte Café Paris betritt, vergisst, dass er in Hamburg ist und glaubt mitten in Paris zu sein. Die Garçons (Kellner) begrüßen ihre Gäste charmant und können sich immer noch über die Bitte nach einem ruhigen Platz amüsieren. Es werden die klassisch französischen Gerichte auf hohem Niveau serviert von Bouillabaisse, Croque Monsieur, Käse, Buchweizencrêpe, Steak, Tartare bis Austern mit Champagner. Ergänzt wird die Speiskarte mit einer abwechslungsreichen Tageskarte.   

Menü

Wir begannen unsere kulinarische Reise nach Paris mit einem schön krossem Baguette und feinster Butter. Als Hauptgerichte wählten wir ein Steak Frites Salade für 18,20 Euro, die Merguez Frites für 15,90 Euro und eine Tartare du Chef Pommes für 16,50 Euro. Das butterzarte Steak war à point gebraten. Die aromatischen Merguez, eine Art von Grillwürstchen, waren so voller Gewürze wie einst die Speicherstadt. Umgarnt wurden unsere Gerichte von knackigen Pommes Frites. Für das delikate Tartare du Chef ging die Begeisterung ebenfalls steil nach oben. Das Tartare brillierte durch die frischen Zutaten, wie Rinderhackfleisch, Zwiebeln, rohes Eigelb und Gewürzen. Eine ansehnliche Überraschung am Nebentisch war für uns die gekonnte Zubereitung des Tartares Café Paris von dem Garçon höchstpersönlich.   

Einen Toast möchten wir auch auf unsere graziöse und kompetente Kellnerin aussprechen. Ihre Empfehlung des Rosé de Sancerre von Henri Bourgeois für 9,50 Euro die 0,25 l Karaffe  und des Fassweines Corbières AOC aus Südfrankreich für 8 Euro die 0,5 l Karaffe waren die idealen Begleiter zu unserm französischen Gourmetgipfel. Gekrönt haben wir unsere kulinarische Reise nach Paris mit einer sündhaft himmlischen Schokotarte und einem standesgemäßen Bol de Café au Lait.  Zum Abschied gab uns der Garçon noch eine höchst erfreuliche Nachricht mit, direkt über dem Café Paris wird zurzeit die „Bel Etage“ erbaut. Es handelt sich um die Vergrößerung des Café Paris (Google Maps) in den 1. Stock. Nach Fertigstellung im Oktober 2010 wird der Platz als zusätzliche Restaurantfläche genutzt.  

Ein französisches Café-Kleinod par excellence und auf unkomplizierte Weise chic! Eine Reservierung für den Abend wird dringend empfohlen.

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