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Archive for the ‘Hamburger Küche’ Category

NEUE BETREIBER UND NEUES KONZEPT SEIT APRIL 2011: Café Glück und Selig

Moinmoin und Grüß Gott aus dem nord-deutsch-bayrischen Café Heidi & Hein in Hamburg-Eimsbüttel. In diesem Café vereint sich herzhaft die bayrische mit der norddeutschen Küche, serviert werden – außer montags – zwischen 10  und 18 Uhr Franzbrötchen, Weißwürste mit Brezel, Krabbenbrot, Leberkäs-Semmeln, selbst-gebackenen Kuchen, Allgäuer Käse-spezialitäten, Astra und Augustiner Edelstoff im Steinkrug. 

Die Inhaber Heidi alias die Isar-Preußin Kirstin Raufuß und Hein das Nordlicht Til Sternel beweisen seit 2009 einen urig gemütlichen Geschmack, sowie bei der herzhaften Zubereitung der Speisen und auch beim originellen Ambiente des Cafés. Die Servietten und Tischläufer sind blau oder rot-weiß kariert, das Besteck wird im Steinkrug aufgehoben, überall gibt es frische Blumen und Bilder vom Oktoberfest und Hamburger Hafen. Und so kommen oft die Anwohner und Angestellten von Hamburg-Eimsbüttel in ihrer Mittags-pause, um gescheite Brotzeiten zu genießen, wie beispielsweise Obazda, Wiener Würstchen oder Ziegenkäse mit Rosmarin und Honig. 

Traditionell am weiß lasierten Holztisch und auf gut gepolsterten Holzgestühl sitzend, ließen wir uns die Schmankerln von Leberkäs-Semmeln und knackigen Weißwürsten mit der Brezel schmecken. Kurioserweise kommen die original-bayrischen Weißwürste von dem Eimsbüttler Familienunternehmen Rose, ob die Bayern davon wissen? Mit Begeisterung haben wir erfahren, dass das Familienunternehmen Rose Mitglied im Neuland-Verbund ist. Die Tiere werden artgerecht gehalten. Sie haben Auslauf ins Freie, liegen auf Stroh, bekommen nur einheimische, gentechnisch nicht veränderte Futtermittel zu fressen und haben viel Tageslicht im Stall. 

Das Angebot von Heidi und Hein wird durch Spezialitäten und Souvenirs von der Elbe und Isar abgerundet: Hamburger Rotspun, Händlmaier’s Senf, Hamburger Teespezialitäten, hausgemachte Marmeladen und Accessoires wie Brotzeitbrettchen, Postkarten, Schlüsselanhänger, Kissen oder Kochschürzen. Die ausgesuchten Lebensmittel von Händlern aus der Region und die Bio-Milch heben die heimelige Gastlichkeit des Cafés. Eine gescheite Küche, ohne Schnickschnack und Schischi und mit einem äußerst sympathischen Service-Team.   

 

Beim Verlassen des Cafés Heidi und Hein (Google Maps) mussten wir wehmütig an Freddy Quinns legendären Schlager „Junge komm bald wieder“ denken und beschlossen, dat mok wi. Dann werden wir uns das Frühstück „Heidis Brotkorb“ (Allgäuer Bergkäse von der Alm, frischer Kräuterquark von der Hofmolkerei Kruse sowie original Krenschinken aus der Steiermark. Dazu König-Ludwig-Krustenbrot, eine bayerische Brezel, Alpenbutter, Freiland-Tomaten und Kräuteroliven. 1 Glas Orangensaft) für 8,90 € gönnen und mit einem Prosit auf die Gemütlichkeit anstoßen! 

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Gleich an der Brücke 1 liegt das schwimmende Juwel des Hamburger Hafens, das eindrucksvolle Segelschiff Rickmer Rickmers, 1896 in Bremerhaven erbaut. Dank des Vereins „Windjammer für Hamburg e. V.“ und großzügiger Spender strahlt die Rickmer Rickmers wieder im alten Glanz und liegt seit 1987 restauriert am Fiete-Schmidt-Anleger der St. Pauli Landungsbrücken. Auf dem Schiff befindet sich ein Museum, das einen Einblick in das Seemannsleben vor rund 100 Jahren gestattet. Der Eintritt kostet für Erwachsene 4 Euro.

Zudem gibt es auf dem Schiff ein Restaurant, welches täglich von 11 bis 18 Uhr für Gäste geöffnet hat, am Abend finden reservierte Veranstaltungen statt. Vom dem Restaurant aus hat der Gast eine malerische Aussicht über den Hamburger Hafen. Das Restaurant an Bord hat sich besonders der rustikalen norddeutschen Küche ut’n Meer verschrieben, die für Frische und Qualität bürgt. Dazu gehören die Hamburger Aalsuppe, der hausgemachte Heringssalat, der Seemanns Labskaus und der Hamburger Pannfisch. Darüber hinaus gibt es auch Gerichte ohne Fisch wie beispielsweise Kartoffelsuppe mit Gartenkresse, Steinpilzraviol in Tomaten-Salbei-Butter, Sauerfleisch oder Schnitzel mit Bratkartoffeln.

Zum Mittagessen statteten wir dem Restaurant der Rickmer Rickmers einen Besuch ab. Während die Kombüse unsere Bestellung von dem gebackenen Ziegenkäse, der Spaghetti mit Scampis, einer Scholle nach Büsumer Art mit Nordseekrabben, einem Hamburger Pannfisch mit Bratkartoffeln und einem Nordseesalat mit gebratenem Scampi-Spiess, Rotbarsch, Büsumer Krabben und Kaviarei zubereitete, half uns der äußerst aufmerksame Ober Gürel Küçük bei der Weinauswahl. Im heiter informativen Gespräch erfuhren wir von ihm, dass die Rickmer Rickmers hauseigene Sonderabfüllungen des Hamburger Rotspons und eines Rieslings anbietet. Diese Weine haben wir auch gleich probiert. Der Rotspon präsentierte sich uns als ein trockener und vollmundiger Rotwein. Er stammt von altehrwürdigen Weinbergen der Cotes Catalanes aus Süd-Frankreich, die Reifung und Abfüllung erfolgt traditionell, wie es sich für eine Hansestadt gehört, im Hamburger Fasskeller. Der leichte Riesling von dem Weingut Tina Pfaffmann in Frankweiler imponierte uns mit seinen mineralischen Aromen und der frischen Frucht. Beide Weine waren die idealen Begleiter zu den ausgezeichneten Gerichten.

Nach unserem kleinen Festessen haben wir uns in aller Ruhe über die Geschichte und das Leben auf der Rickmer Rickmers informiert. So erfuhren wir, dass die Rickmer Rickmers nach dem Enkel des Inhabers der Reederei benannt wurde, dessen Gestalt noch heute als Galionsfigur des Schiffes zu bewundern ist. Das Schiff transportierte Reis und Bambus aus Hongkong und Salpeter aus Chile. Im ersten Weltkrieg segelte es unter portugiesischer Flagge und beförderte Kriegsmaterial für Großbritannien, danach diente es als Segelschulschiff. Nach diesen bewegten Zeiten ist die Rickmer Rickmers endlich im Hamburger Hafen angekommen.

Es ist schon eine tolle Atmosphäre wenn man auf der Rickmer Rickmers (Google Maps) zu Gast ist. Man fragt sich: Warum in die Ferne schweifen? Wenn das Gute so nahe liegt! Hier geht es unvergesslich und urgemütlich zu, Speisen, Service und Ambiente bilden eine gelungene Einheit. Wir kommen bald wieder und bis dahin Schiff ahoi!

 

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